Das leidige Thema: GEMÜSE

Von vielen Eltern weiß ich, dass ein Essens-Thema besonders häufig zu Diskussionen bei Tisch führt: Gemüse!

Bei vielen Familien gilt: Kinder & Gemüse – ein heikles Thema.
Dabei wissen wir alle wie gesund Obst und Gemüse für die Entwicklung unserer Kinder ist und selbstverständlich sind die meisten Mütter & Väter um eine ausgewogene, gesunde Ernährung der Kinder bestrebt.
Doch den täglichen Kampf um Vitamine in Form von Gemüse haben viele bereits aufgegeben, da ihnen Kraft und Ideen fehlen um das Gemüsethema weiter zu forcieren.

Kinder und Gemüse - ein heikles Thema

10 Tipps wie Kinder mehr Gemüse essen

Dabei lohnt sich ein bisschen Extramühe hier auf jeden Fall!
Ich möchte Euch meine 10 Tipps & Tricks verraten, wie Ihr Eure Kids dazu bekommt mehr Gemüse zu essen.

  • Bereits in der Schwangerschaft beginnen

    Fakt ist: Bereits in der 13. Schwangerschaftswoche bilden sich bei Babies die Geschmacksknospen – der Embryo kann schmecken.
    Was er schmeckt hängt davon ab, was die Mutter zu sich nimmt, denn der Geschmack der Nahrung geht direkt in das Fruchtwasser über.
    Studien haben gezeigt, dass Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft bestimmte Nahrungsmittel (z.B. Knoblauch) gegessen haben später auch selbst eine Vorliebe für diese Nahrungsmittel entwickeln.

  • Von Anfang an

    Je später man damit beginnt, Gemüse auf dem Speiseplan einzuführen, je schwieriger wird dieses Unterfangen.

    Ideal ist es, wenn Kinder von Anfang an an den Geschmack von Gemüse gewohnt sind.
    Dieser wird z.B. auch über die Muttermilch übertragen.

    Sobald begonnen wird Babies mit Beikost zu füttern (meist 5.-7. Monat) ist es wichtig häufig auf Gemüsebrei zurück zu greifen, unabhängig ob selbst gekocht oder industriell hergestelltes Produkt.
    Gemüsebrei ist Obstbrei unbedingt vor zu ziehen – den süßen Geschmack lernen die Kleinen noch früh genug kennen und lieben ;-).

  • Serviert den Regenbogen

    Kinder lieben es bunt.
    Macht Euch diese Vorliebe doch zu nutze und serviert den Kids „den Regenbogen“, Gemüse gibt es schließlich in allen Farben des Regenbogens.
    Es muss nicht immer die orangene Karotte sein. Wusstest Du, dass es diese auch gelb oder sogar lila gibt?
    Setzt die Farbwirkung von Gemüse bewusst ein und arrangiert eine möglichst bunte Vielfalt auf dem Teller.
    Ganz nebenbei bringt Ihr dadurch unterschiedliche Vitamine mit auf dem Teller.

  • Gemüse als Snack leicht zugänglich machen

    Perfekt ist es, wenn Gemüse ganz selbstverständlich auf dem Speiseplan vorgesehen ist.
    Dazu muss es auch als Snack einfach und schnell verfügbar und für die Kids zugänglich sein.

    Meine Empfehlung: zu Beginn der Woche eine größere Menge Snackgemüse (Karotten, Cocktailtomaten, Gurken, Sellerie, Kohlrabi, Radieschen,….) waschen und evtl. in Stick zu schneiden. Danach im untersten Kühlschrankfach oder der Kühlschranktür platzieren damit die Kinder sich einfach bedienen können.
    Zusätzlicher Vorteil dieser Strategie: das tägliche Gemüseschneiden für die Pausenbox entfällt.

  • Ein gutes Vorbild

    Natürlich müssen wir Erwachsene uns auch selbst „an die Nase fassen“:
    Wenn wir statt Gurken- oder Karottensticks auch selbst lieber auf Chips & Schokolade zurückgreifen, brauchen wir uns nicht wundern, wenn Junior das Gleiche macht.
    Geht als gutes Vorbild voran.
    Süßigkeiten & Knabbereien sollten die Ausnahme sein, Gemüse & Obst der Standard.
    Deshalb…
    …nicht nur Kinder und Gemüse – meine 10 Tipps für mehr Gemüse auf dem Speiseplan gelten auch für Erwachsene ;-).

  • Gut gemixt ist halb gewonnen

    Häufig mögen Kinder das Gefühl von (unbekannten) Stückchen oder Klümpchen im Essen nicht. Diese spucken sie einfach wieder aus.
    Dies ist ein ganz natürlicher Reflex der zurück zu unseren Steinzeit-Vorfahren geht. Damals war es überlebenswichtig unbekannte Speisen nicht zu verzehren da bei all den wild wachsenden Beeren auch giftige darunter waren.

    Ein ganz einfacher Stabmixer leistet hier gute Dienste:
    Mixt Suppen und Saucen ganz fein (evtl. könnt Ihr es auch noch durch ein Sieb streichen) und serviert diese in einer cremigen Konsistenz OHNE Stückchen.
    Die Erfolgschancen gegessen zu werden steigen dadurch erheblich.

  • Gemüse zu trinken

    Kinder meiden Gemüse aber Kinder lieben Smoothies!

    Perfekt! Dann haben wir das perfekte „Versteck“ für gesundes Gemüse, denn Smoothies lassen sich herrlich aus frischem oder Tiefkühl-Gemüse zubereiten. Gemeinsam mit süßem Obst wie Bananen oder Orangen verliert das Gemüse seinen bitteren Geschmack und wird zu einer begehrten Vitaminbombe – also: Gemüse zu trinken!

  • Das Auge isst mit  

    Ein Grund weshalb Kinder ein Essen meiden kann „ein durcheinander auf dem Teller“ sein.
    Kinder lieben klare Strukturen und das gilt auch auf dem Teller wo das Auge bekanntlich mit isst.

    Meine Empfehlung: Serviert die einzelnen Komponenten einer Mahlzeit getrennt, also z.B. Gemüse, Nudeln und Sauce jeweils extra.
    Speiseteller mit Facheinteilung sind hier praktische Helfer.
    Die Kids lieben es aber auch, viele kleine Schälchen gefüllt mit unterschiedlichem Essen auf den Teller zu bekommen um selbst entscheiden zu können, was sie davon essen. Wenn man Obst und Gemüse interessant anbietet, kann das schon Wunder wirken…

  • Beharrlich bleiben 

    Einen großen Fehler, den ich leider häufig bei Familien sehe, ist es, zu früh das Handtuch zu werfen!

    Wenn Euer Kind (noch) keine Bohnen mag, ok. Vielleicht aber in 2, 6 oder 12 Monaten…
    Der Geschmackssinn unserer Kinder entwickelt sich stetig fort, das bedeutet, dass es sich um einen verändernden Prozess handelt. Deshalb ist es wichtig, auch verschmähtem Gemüse eine zweite, dritte oder vierte Chance zu geben und dieses trotzdem wieder auf den Speiseplan zu setzen. Es dauert bis zu 10 mal bis sich Kinder an den Geschmack mancher Speisen gewohnt haben und diesen akzeptieren / mögen.

    Manchmal hilft es bei der Akzeptanz die Zubereitungsart zu verändern: statt gekocht einfach als Suppe oder Ofengemüse zubereitet bewirkt manchmal bereits Wunder.

  • Ein Stück Gelassenheit

    Und wie bei allen Dingen im Leben hilft auch beim „Gemüse-Thema“ ein Stück weit Gelassenheit!

    Die Kinder dazu zu zwingen den Teller leer zu essen ist der falsche Weg und wird auch nicht zielführend sein.
    Besser ist es, die Kids dazu zu animieren wenigstens ein kleines Löffelchen zu probieren. Wenn es (heute) nicht schmeckt muss es aber auch ok sein und es gibt KEIN Donnerwetter!
    Sorgt für eine gelassene, entspannte und freundliche Stimmung bei Tisch damit alle Spass am gemeinsamen Essen haben und auch einmal „mutig“ sind sich an neue Speisen zu trauen….

Kinder & Gemüse muss nicht länger ein heikles Thema sein.
Probiere meine 10 Tipps wie Kinder mehr Gemüse essen aus und ich verspreche Dir, Deine Kids werden häufiger Gemüse Essen.
…ob sie dadurch zum Vegetarier werden möchte ich allerdings nicht versprechen 😉 .

Viel Erfolg!

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Perfekt für Kids von 6-8 Jahre
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